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Herzlich willkommen

am Schreibtisch

Hier beginnen neue Projekte:

Romane, die ihre Geschichten noch suchen, Studien, die aus Fragen wachsen, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen. Ein Blick auf entstehende Arbeiten – bevor daraus Bücher werden.

Koinzidenzen
Roman

(Arbeitstitel)

Bei der Beerdigung ihres Vaters erfährt Johanna Seidel, dass ihre Mutter Jüdin war – und damit, der Abstammung nach, auch sie selbst. Was mit dem Schock über eine verschwiegene Familiengeschichte beginnt, wird bald zur Suche nach einem Teil ihres eigenen Lebens, von dessen Existenz sie bislang nichts wusste.

Zur gleichen Zeit schreibt Johanna an ihrer Dissertation über die Geschichte der Polizei im thüringischen Erfurt während des Nationalsozialismus. Ihre Forschung erhält damit unerwartet eine persönliche Dimension. Im Dom begegnet ihr eine weitere ungeklärte Geschichte: die bronzene Ampel und der monumentale Gutaleuchter. Christlich oder jüdisch? Ursprünglich für den Dom geschaffen – oder Gegenstände, die nach dem Pogrom von 1349 angeeignet wurden?

Der Roman folgt den Koinzidenzen, durch die private Erinnerung, historische Forschung und die umstrittene Frage, wem die Vergangenheit gehört, allmählich ineinandergreifen.

Ihrfurt Ampel.png
Ihrfurt Leuchter.png
age of propertization.png

Das Zeitalter
des Eigentums

Wie kam es dazu, dass Natur, Menschen, Boden, Luft – und beinahe alles andere – als Eigentum behandelt werden konnten?

Die Studie zeichnet die lange Geschichte eines tiefgreifenden Wandels nach: von Welten, in denen Natur, Land und Lebewesen als sich selbst, den Göttern oder einer umfassenderen kosmischen Ordnung zugehörig verstanden werden konnten – und damit grundsätzlich einer uneingeschränkten Aneignung entzogen waren –, hin zu Gesellschaften, in denen sie zunehmend kommodifiziert, übertragbar und zu Eigentum gemacht wurden.

Das Projekt fragt danach, welche Rolle Philosophie, Religion, Recht und Kultur in diesem globalen Prozess der Propertisierung spielten und wie Denkweisen dazu beitrugen, das, was einst als unveräußerlich galt, in Gegenstände von Besitz, Tausch und Ausbeutung zu verwandeln. Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende.

Das Projekt ist Teil des Sonderforschungsbereichs „Strukturwandel des Eigentums“ (SFB 294) der Universitäten Erfurt und Jena.

Vorarbeiten zum „Zeitalter des Eigentums“ sind erschienen in:

Landed Property0.jpg
Studia Patristica Nature.gif

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