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Early Christianity and the Challenge of Writing History
Insights from Autofictional-Retrospective Approaches
Der Inhalt
Das Buch vertritt die These, dass die größte Herausforderung beim Schreiben der Geschichte des frühen Christentums nicht im Mangel an Quellen liegt, sondern in den Voraussetzungen, Denkgewohnheiten und der persönlichen Beteiligung der Historikerinnen und Historiker, die diese Quellen deuten. Es entwirft ein neues historiographisches Modell – die autofiktionale Retrospektion –, das dazu einlädt, die eigene Position im Prozess der Geschichtsschreibung offenzulegen, statt sie hinter dem Anspruch vollständiger Objektivität zu verbergen.
Über die traditionelle Ereignisgeschichte ebenso wie über die Rezeptionsgeschichte hinausgehend entwickelt die Studie eine retrospektive Methodik, die in der Gegenwart ansetzt und die Vergangenheit bewusst durch Schichten von Erinnerung, Interpretation und historischer Imagination rekonstruiert. Archäologie, Kognitionswissenschaft, Literaturtheorie, Philosophie und persönliche Reflexion treten miteinander in einen Dialog, um historische Methode neu zu denken.
Das Ergebnis ist ein Plädoyer für eine transparentere, mutigere und intellektuell selbstkritischere Geschichtsschreibung, deren Bedeutung weit über die Erforschung des frühen Christentums hinausreicht.
Verlag: Cambridge University Press
Veröffentlichungsdatum: 15. Januar 2026
Länge: 354 pp.
ISBN-10 : 1009638203
ISBN-13 : 978-1009638203
A Myth of Historicity.
Resetting Christian Origins
Herausgegeben von
William E. Arnal
Studia Patristica, 132
Herausgegeben von W. Arnal versammelt dieser Band Beiträge, die erstmals im Rahmen eines Review-Panels zu Markus Vinzents provokanter Studie Resetting the Origins of Christianity: A New Theory of Sources and Beginnings (Cambridge University Press, 2023) vorgestellt wurden.
Ausgehend von einer Einführung in die zentralen Thesen des Buches und deren Konsequenzen für die Erforschung der Ursprünge des Christentums stellt der Band Vinzents Rekonstruktion auf den Prüfstand.
Die Beiträge untersuchen die spätere Datierung neutestamentlicher Schriften, die prägende Rolle, die Markion bei der Entstehung sowohl des Evangeliums als auch der paulinischen Zehn-Briefe-Sammlung seines „Neuen Testaments“ zugeschrieben wird, sowie die Bedeutung von Josephus’ Antiquitates Judaicae und der Didache als alternativen Vergleichspunkten. Ein weiterer Beitrag geht möglichen paulinischen Spuren im Markusevangelium nach.
Die Aufsätze verbinden die Anerkennung der weitreichenden Herausforderung, die das Buch für etablierte Darstellungen der christlichen Anfänge darstellt, mit einer kritischen Prüfung seiner Argumente, Lücken und offenen Fragen. Eine abschließende Bibliographie gibt einen Überblick über Vinzents Beiträge zur Erforschung der Ursprünge des Christentums.
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